JSP Develop Newsletter #9 vom 02.03.2002

Editorial

Liebe Leserinnen und Leser! Die BEA eWorld in San Diego  hat  eine Reihe
von Neuigkeiten für die J2EE-Community ans Tageslicht gebracht. Das Geheimnis
um den Codenamen "Cajun" ist auf der Konferenz gelüftet worden. BEA hat unter
diesem Namen die Java-Entwicklungsumgebung - WebLogic Workshop -
entwickelt. Man darf gespannt sein, wie sich WebLogic Workshop in der Zukunft
im J2EE-Umfeld positionieren wird.

Neben der Entwicklungsumgebung  WebLogic Workshop stellt BEA auch die neue
Version 7.0 (Beta) des Application Servers WebLogic vor. Für alle Entwickler, die
nochmal reinschauen wollen, um rückblickend etwas Konferenzluft zu schnuppern,
hier der Link zur BEA eWorld.

Der Monat März steht ganz im Zeichen der CEBIT 2002. Interessierte J2EE-
Entwickler sollten bei Togethersoft (Halle 3, Stand A12) vorbeischauen, um
sich das Together Control Center 6.0 anzusehen. Nicht weit von Togethersoft
entfernt - ebenfalls in der Halle 3 Stand 15B - stellt Borland seine Entwicklungs-
werkzeuge vor. Auf dem Weg dorthin sollte man auch bei dem Stand C01 der
Firma ILOG vorbeischauen, die interessante Java-Software vorstellt.

In Halle 3 ist BEA auf dem Messestand C33 präsent. Dort stellt BEA seine
Softwareprodukte WebLogic Server, das BEA Portal sowie WebLogic Integration
vor. Gleich in der Nachbarschaft, in Halle 4 Stand A04, stellt Interwoven, ein
Softwarehaus aus dem Bereich Content Management Systeme, seine Produkte
vor. Zwei Hallen weiter, in Halle 6, befinden sich weitere Content Management
Anbieter wie Pironet (Stand C04) und CoreMedia (Stand D28).

Auf geht's nach Hannover, viel Spaß auf der Messe und dem aktuellen Newsletter!

Marc & Jörg


News

JBuilder 6 Personal Edition

Die Personal Edition der Java-Entwicklungsumgebung JBuilder 6 steht zum
Download auf der Web-Seite von Borland bereit.

Java Quiz

Auf Sun's Java-Homepage gibt's ein nettes kleines Quiz für Java-Entwickler,
schaut selbst...

J2SE 1.4.0 now available!

J2SE 1.4.0 ist auf der Sun-Homepage verfügbar. Die neue Version des Java
Development Kits beinhaltet eine Reihe von Vorteilen gegenüber älteren
Releases, nachfolgend die Schnellübersicht:


Buch Neuerscheinung

Das Buch Developing Enterprise Java Applications with J2EE
and UML (ISBN: 0-201-73829-5) ist im Addison-Wesley Verlag
erschienen.

Das Werk beschreibt Strategien für die Analyse- und Designphase von
J2EE-Projekten mit UML.

Besonders hervorzuheben ist der Bezug der UML-Beschreibungsmittel
auf die unterschiedlichen J2EE-Technologien, wobei schon die J2EE
Spezifikation 1.3 berücksichtigt wird.

Es handelt sich hierbei um ein interessantes Buch, dass hilfreich ist die
technologie-getriebene Anwendungsentwicklung auf Basis von J2EE
mit der UML zu beschreiben. Neben UML-Diagrammen untermauern
Java Source Code Beispiele den Designansatz mit der UML.



Buchbesprechung

J2EE Connector Architecture and Enterprise Application Integration
Rahul Sharma
Beth Stearns
Tony Ng
ISBN: 0-201-77580-8
Addison-Wesley (Java Series...from the Source ;-)

In dem Buch wird beschrieben, wie sich das Thema Enterprise Application
Integration (EAI) bezogen auf den webzentrierten Ansatz mit J2EE darstellt.
Die unterschiedlichen EAI-Ansätze (Publish-Subscribe, Queues, synchrone
und asynchrone Adaptoren, etc.) werden diskutiert und im Kontext der Java
Connector Architecture definiert.

Die Java Connector Architecture ist eine der Schlüsseltechnologien der J2EE
1.3 Spezifikation und Basis für die Verbindung von J2EE-Anwendungen
mit dem EIS-Tier (Enterprise Information System Tier). Das Werk wendet
sich an alle Entwickler, die über einen standardisierten Weg auf den EIS-Tier
(Legacy Anwendungen) zugreifen möchten.

Neben der Anwendung von Java Adaptoren wird auch die Implementierung
eigener Komponenten (Building a Resource Adapter) anschaulich beschrieben.
Ein wichtiger Punkt in diesem Kontext ist, dass Java Adaptoren die Services
des Application Servers verwenden können. Das Connection-Pooling wird in
diesem Rahmen ebenfalls vom Application Server übernommen. Anwendungs-
entwickler verwenden konform zu einem JDBC Connection-Pool den Ressourcen-
Pool des Application Servers.

Die Spezifikation für JCA sieht also vor, dass Verbindungen von Clients zu Adaptoren
genauso wie beispielsweise JDBC-Datenbankverbindungen gehandhabt werden.

Die Autoren des Buches beschreiben neben der Anwendung von Ressource Adaptoren
ebenso die Entwicklung und das Deployment im Entwicklungsprozess. Der Entwickler
eines Ressource Adapters hält sich auf der Client Seite an das Common Client Interface
(CCI). Die CCI-Schnittstelle ist standardisiert und demnach für alle Adaptoren einheitlich.

Dies ist die herausragende Eigenschaft von JCA eine einheitliche Schnittstelle über
die herstellerspezifischen Schnittstellen der Legacy Anwendungen des EIS-Tiers.

Auf der Seite des Containers bekommt der Entwickler eines Adapters vom Hersteller
ein Service Provider Interface (SPI) zur Verfügung gestellt. Das SPI beinhaltet den
System Contract für das Einbinden der Container Services in den Adapter.

Ein immer wiederkehrendes Thema - wie verbindet man eine J2EE-Applikation mit
einem SAP-System  - wird in einem Kapitel des Buches ebenfalls beleuchtet.

Als Bonbon werden in dem Buch JCA-Tools von IBM und BEA WebLogic Integration
(WLI) 2.0 (liegt mittlerweile bereits in der Version 2.1 vor!) vorgestellt.

Fazit

Das Buch eignet sich sehr gut als Einstieg in die Java Connector Architecture.
Es ist für Entwickler sowie IT-Fachleute geeignet, die sich nur einen Überblick
über dieses neue Themengebiet der Java 2 Enterprise Edition verschaffen
wollen.

In dem Buch werden, neben Java Source Code Beispielen, jede Menge
Diagramme mitgeliefert, welche die wesentlichen Zusammenhänge schnell
veranschaulichen.

Abschliessend bleibt noch zu sagen:  Ein gutes Buch über eine interessante
Technologie, die im Segment Enterprise Application Integration (EAI) anzusiedeln
ist.


Link des Monats

In diesem Monat mal ein (lustiger ;-) Link für Java Greenhorns.




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