JSP Develop Newsletter #8 vom 02.02.2002

Editorial

Liebe Leserinnen und Leser! Gleich im ersten Monat des neuen Jahres
starten wir mit noch mehr Benutzern, die Anzahl der Besucher von
jsp-develop.de hat sich im vergangenen Monat fast verdoppelt.

Seit einer Woche haben wir ein Usermanagement eingeführt, und es haben
sich schon etliche User registriert. Wir wollen durch die Anmeldung keine
User vergraulen und unser Angebot bleibt natürlich für alle User offen.
Wir möchten den registrierten Usern aber mehr Komfort bieten, und haben noch
ein paar Ideen die nur Sinn ergeben wenn der User dem System bekannt ist.
Mehr zur Registration...

Viel Spaß beim aktuellen Newsletter!

Marc & Jörg


News

Together Control Center goes Sun ONE

Together Control Center 5.5 das "Model-Build-Deploy" Werkzeug von Togethersoft,
unterstützt jetzt auch Sun ONE (Open Network Environment). Sun ONE ist eine
Plattform für die Entwicklung von Web-Services die auf J2EE, Sun Solaris und
dem iPlanet Application Server aufbaut.

Web Services Toolkit für JBuilder 6

Das Softwarehaus Borland bietet für die neue Version von JBuilder ein Web Services
Toolkit an. Das Toolkit unterstützt SOAP, UDDI und die WSDL. Mit speziellen Wizzards
lässt sich aus der WSDL Java Source Code für Web Services erzeugen. Das Web
Services Toolkit ist frei erhältlich: http://www.borland.com/jbuilder/webservices/.

IBM mit neuer Entwicklungsumgebung

Die Weiterentwicklung von IBMs Visual Age for Java - WebSphere Studio
Application Developer - liegt als Testversion für Linux und Windows zum
Download bereit. Das Entwicklerwerkzeug basiert auf dem Eclipse-Projekt
und ist eine Plattform für die Realisierung von J2EE- und XML-Anwendungen
sowie Web Services.


Buch Neuerscheinung

Marty Hall der Autor des Bestsellers - Servlets und Java Server Pages - hat ein
neues englischsprachiges Buch mit dem Titel - more Servlets and Java Server
Pages - geschrieben. Das Buch ist im Prentice Hall Verlag unter der ISBN-Nummer:
0-13-067614-4  erschienen und behandelt JSP-Themen für fortgeschrittene Java
Entwickler.

Neben grundlegenden Themen wie der Konfiguration von ServletEngines,
werden im ersten Teil des Buches auch die Grundlagen der Programmierung
von Servlets und JSPs wiederholt.

Der zweite Teil des Buches diskutiert sehr ausführlich das Deployment von
Web-Applikationen und die Konfiguration der Datei "web.xml". Abschliessend
wird eine Beispielanwendung - Online Boat Shop - vorgestellt.

Teil III des Buches widmet sich dem Thema Sicherheit bezogen auf die
Authorisierung von Benutzern sowie Container Managed Security (SSL,
Zertifikate, etc.).

Im vierten Teil des Buches behandelt der Autor die neuen JSP-Funktionen
wie Servlet- und JSP-Filter sowie einen Ereignisframework für Web-Applikationen.

Der abschliessende fünfte Teil des Werkes dreht sich um Tag Libraries und deren
Erstellung. Als Bonbon dieses Teils kann die Besprechung der JSP Standard
Tag Library angesehen werden (spannendes Thema, dass man verfolgen sollte!)

Das Buch macht insgesamt einen guten Eindruck und ganz bestimmt nicht
nur deshalb, weil es in der - Java 2 Platform, Enterprise Edition Series -
erschienen ist.


Buchbesprechung

Special Edition Using Enterprise JavaBeans 2.0
Chuck Cavaness
Brian Keeton
ISBN: 0-7897-2567-3
QUE-Verlag

Das in dieser Buchbesprechung rezensierte Buch behandelt die Enterprise
JavaBeans 2.0 Spezifikation und deren Schlüsselpunkte.

An dieser Stelle muss endlich auch mal ausgesprochen werden, dass die im
QUE-Verlag erschienen Bücher, die wir gelesen haben (es ist bestimmt auch
nicht nur eins gewesen ;-),  sehr verständlich und gut zu lesen sind!

Besonders hervorzuheben ist, dass die im Buch diskutierten Beispiele, bezogen
auf den herstellerspezifischen Teil des Deployment Deskriptors, sich auf den
Application Server BEA WebLogic 6.1 beziehen.

Das Buch ist deshalb eine sehr gute  Ergänzung zu dem Werk - J2EE Applications
and BEA WebLogic Server -  welches im Prentice Hall Verlag erschienen ist.

Teil I Developing Enterprise JavaBeans

Der erste Teil des Buches behandelt grundlegende J2EE-Themen, wie zum Beispiel
warum es Sinn macht ein Komponentenmodell und 3-Schichtenarchitekturen einzusetzen.

Neben der Diskusison der Beispielapplikation - Auction Site - die durchgängig im Buch
besprochen wird, sind grundlegende EJB-Konzepte sowie die Services eines Application
Services im Brennpunkt.

Die Basis aller EJB-Zugriffe das EJB-Lookup und die anschliessende Diskussion des Java
Native Directory Interfaces (JNDI), machen Lust mehr über diese spannende Thematik zu
erfahren.

Nach den Grundlagen, werden der Reihe nach Entity Beans sowie die zwei Möglichkeiten
zur persistenten Ablage von Entity Beans behandelt. Der Pfad Bean-Managed Persistence
bringt an dieser Stelle für den erfahrenen EJB-Entwickler nur wenig neue Erkenntnisse.
Dagegen ist die Standardisierung der Container-Managed Persistence und deren detailierte
Beschreibung im vorliegenden Buch ein absolutes Highlight. Zugeordnet zu diesem Thema
ist es auch interessant mehr über die "EJB Query Language", die zum jetzigen Zeitpunkt nur
Suchfunktionen zum Auffinden von Entity Beans definiert, zu erfahren.

Anschliessend, wie sollte es auch anders sein, werden Session Beans (Stateless/Statefull)
diskutiert. In diesem Kontext wird die Vorgehensweise für die Realisierung von Session
Beans, die Entwicklung der Komponentenschnittstelle (Business Methods), Home-Interfaces
und die eigentlichen Implementierung von Session Beans mit anschliessendem Deployment
besprochen.

In dem Werk werden neben den Remote EJB-Schnittstellen auch lokale EJB-Schnittstellen
besprochen, d.h. die Zeiten in denen JavaBeans (Dependent Objects) an EJBs geklebt wurden,
sind nun vorbei.

Vorbereitend auf das Kapitel Message-Driven Beans wird der Java Message Service behandelt.
Der Java Message Service ist der Pate für Message-Driven Beans, die eine Erweiterung dieser
Technologie auf Application Server Umgebungen sind. Wesentlich im Bezug auf Message-Driven
Beans ist, dass diese kein Home- sowie Component-Interface besitzen und die Client-Applikation
über eine Message Queue bzw. ein Topic mit dem Message-Driven Bean kommuniziert.

In den weiteren Kapiteln werden die Services eines Application Servers wie beispielsweise
Transaktionen und das Security Management diskutiert. Den Abschluss des ersten Teils bildet
das sehr ausführliche Kapitel über Deployment Deskriptoren (sehr hilfreich und immer wieder
konsultiert!).

Teil II Patterns and Stategies in EJB Design

Der zweite Teil des Buches behandelt, dass was wir immer wieder mal Predigen und dennoch
feststellen manchmal vor verschlossenen Türen stehen zu müssen (das ärgert uns aber nicht ;-).

Ja, jetzt geht's um praktikable Strategien für die Realisierung von EJB-Anwendungen. Das Schlagwort
in diesem Segment ist mit Sicherheit Coarse-Grained, wobei der OOP-Gedanke an dieser Stelle leicht
angekratzt wird. Das Managing von Client-Zugriffen über eine Facade sowie weniger populäre Design-
konzepte wie das Singleton EJB rücken ins Rampenlicht.

Abschliessend wird in Teil II auf die Performanz von EJB-Anwendungen sowie das Stress Testing
eingegangen.

Teil III Building the Web Tier

In diesem Teil werden sich auch die JSP und Struts Freaks wiederfinden. Interessante Themen
rund um die Entwicklung von Client-Anwendungen, die auf den EJB-Layer zugreifen sowie die
Kapselung des EJB-Layers mit einer Facade bzw. dem Remote Proxy sind Gegenstand dieses
Abschnitts. Wesentlicher Punkt dieses Teils ist die Auflösung der Frage: Speichert (Cached)
man Benutzerdaten im Web Tier oder im Business Tier in einer Stateful Session Bean?

Teil IV Advanced Concepts

Der Abschnitt Advanced Concepts beschreibt die Interoperability (IIOP / GIOP) mit CORBA
Systemen.

Die Realisierung von horizontalen Services, wie beispielsweise eine Logging- und eMail-
Komponente reichern diesen Abschnitt an. Das wichtige Thema des EJB Clusterings
und die zugrundeliegenden Konzepte bilden eine gute Basis für verteilte EJB-Applikationen.

Abschliessend rundet der Abschnitt "EJB 2.0 Programming Restrictions" das interessante
Buch ab. Im Anhang wird zu guter letzt noch der Unterschied zur EJB 1.1 Spezifikation
beschrieben.

Fazit

In der Summe gibt es zu dem Buch nur noch ein Wort auszusprechen und das lautet "Kaufen"
(das meinen wir sehr ernst!).


Link des Monats

In diesem Monat mal ein Link zu dem Thema XML, der ein guter Einstieg in XML Technologien
wie XSLT, XML DBs, SOAP und vieles mehr ist...Surft zur PerfectXMLWorld...


Neue Beiträge bei JSP Develop

Tracing mit Log4J
shark

Log4J hat sich mittlerweile in vielen Java Projekten bewährt. Der hier vorliegende Beitrag
beschreibt Log4J und die Funktionen des populären Logging Packages.

Reguläre Ausdrücke
Marc

Reguläre Ausdrücke dürften allen Unix / Linux Anhängern sehr gut bekannt sein. Wer
hat nicht  schonmal mit einem "sed" Kommando die eine oder andere Datei zerschossen.
Endlich können reguläre Ausdrücke auch in Java-Anwendungen zum Einsatz kommen.
Dieser Beitrag behandelt diese Thematik, die ab dem JDK 1.4 zum Java-Standard gehört.

Apache RewriteRules
Marc

In diesem Beitrag eine interessante Beschreibung der Apache RewriteRules und
wie man auf dieser Basis perfekte Web-Seiten mit ansprechenden URLs gestalten
kann.

Funktionstests mit HttpUnit
shark

Open Source und XP Anhänger dürfen sich an den in der Knowledge Base veröffentlichten
Beiträgen erfreuen. HttpUnit ist neben JUnit und den sich rasch entwickelnden Testframeworks
wie beispielsweise Cactus eine echte Hilfe im Entwickleralltag. Der Beitrag über HttpUnit wendet
sich an alle Entwickler, die Web-Anwendungen automatisiert testen möchten.

Nachtrag: Parameter der web.xml auslesen
gutzu (persönlich bekannt ;-)

Dieser Beitrag erläutert wie der ServletContext an ein JavaBean übergeben und
ausgewertet werden kann. Der ServletContext ist Voraussetzung für den Zugriff
auf die web.xml und das Auslesen entsprechender applikationsspezifischer
Parameter.




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