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JRun goes J2EE

von shark,  13.11.2001 20:14:46  (1 vote)  [vote]
Die Servlet Engine JRun von Macromedia, die sich mittlerweile zum Application Server weiterentwickelt hat, ist eine sehr gute Alternative zu Tomcat bzw. Resin.

JRun ist eine kommerzielle Servlet Engine, die ursprünglich von Allaire entwickelt wurde. JRun ist lizenzpflichtig, bietet allerdings auch eine Reihe von Funktionen, die den Open Source Servlet Engines fehlen.

JRun verfügt über eine vollständig web-basierte Administrationsoberfläche (JRun Management Console) für die Definition relevanter Anwendungsparameter (verwendetes JDK, JDBC-Treiber, etc.), die bequem über die GUI eingestellt werden können.

Im Rahmen von Projekten hat sich JRun als sehr stabile und zuverlässige Servlet Engine präsentiert. Nachteilig ist, dass beim Einbinden neuer Klassen im Java Classpath JRun jeweils neu gestartet werden muss.

Das automatische Deployment auf Basis eines WAR-Archivs, das der Standard bei Tomcat ist, wird leider noch nicht von JRun unterstützt.

Gängige Entwicklungstools wie der JBuilder von Borland bieten mittlerweile, neben Bea WebLogic und IBM WebSphere Integration, auch die Möglichkeit an Anwendungen auf Basis von JRun zu entwickeln und diese toolunterstützt zu implementieren und testen.

JRun 3.1 ist J2EE kompatibel und entspricht in Bezug auf die Entwicklung und das Deployment von Web-Anwendungen (JavaServer Pages 1.1, Servlets 2.2, EJBs 1.1) der Funktionalität eines Application Servers.

JRun unterstützt ähnlich wie Tomcat und Resin unterschiedlichste Betriebssystemplattformen
(Windows 2000/NT/98/95, Solaris, Linux, HP-UX, IBM AIX, SGI IRIX, und Compaq Tru64).

Bezogen auf die Entwicklung von JSP-Seiten mit JavaScript haben JRun und Resin gegenüber Tomcat die Nase vorne.

Die Kombination unterschiedlicher Web-Server mit JRun ist vielfältig. Neben dem Apache Web-Server, wird auch der Microsoft Internet Information Server (IIS/PWS), der Netscape HTTP-Server sowie Exoten wie Zeus und WebSite Pro unterstützt.

Macromedia bietet Entwicklern eine vollständige Lizenz von JRun an, die bezüglich ihrer Funktionalität nur in der Anzahl der gleichzeitigen Zugriffe beschränkt ist.

In der Summe ist JRun eine sehr gute Servlet Engine mit vielen Funktionen, die sehr einfach administriert werden kann. JRun ist ein kommerzielles Produkt und man sollte Funktionsumfang, Zuverlässigkeit und Wartungsfreundlichkeit gegenüber den Lizenzkosten abwägen.

Im Bereich der Application Server wird wohl weiterhin Bea WebLogic gefolgt von IBM Websphere die dominierende Rolle spielen, sodass es für JRun schwierig sein dürfte überdurchschnittlich Marktanteile zu gewinnen.
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Kommentare zu diesem Eintrag
Re: JRun goes J2EE
lfsoft, 02.05.2002 20:38:26

Aus eigener Erfahrung kann ich nur vor diesem Produkt warnen. Einige der J2EE Features funktionieren schlichtweg nicht oder nur sehr ungenügenf. Der Support ist ausserordentlich schlecht (siehe auch Reviews auf www.theserverside.com). Dann lieber JBoss verwenden (www.jboss.org), kostet nichts und ist viel besser.

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