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Tomcat vs. Resin

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| von shark, 12.10.2001 21:16:18 |
    (6 votes) (2) [vote] |
Resin und Tomcat sind beides qualitativ hochwertige Servlet Engines, die sich vielfach in Web-Projekten bewährt haben.
Tomcat und Resin laufen sowohl auf Windows als auch UNIX/Linux Systemen. Bezüglich der Web-Server Anbindung unterstützen beide Servlet Engines den Netscape Web-Server, den PWS/IIS und den Apache HTTP-Server.
Beide Servlet Engines haben kein graphisches Frontend für die Konfiguration und Administration. Anpassungen nimmt man per Editor in entsprechenden Konfigurationsdateien vor.
Tomcat kann sehr gut in Verbindung mit dem Apache HTTP-Server eingesetzt werden. Das Rollenkonzept für sicherheits-technische Anforderungen ist perfekt umgesetzt worden. In Bezug auf das Load Balancing hinkt Tomcat hinter Resin her. In Resin sind Load Balancing Funktionen bereits realisiert worden. Im Jakarta Team wird an der Integration von Load Balancing Funktionen für Tomcat gearbeitet. Möglicherweise sind diese schon im neuen Tomcat Release verfügbar.
Genial implementiert ist das automatische Deployment von Web-Anwendungen, welches von Tomcat angeboten wird. Neue Web-Anwendungen verpackt man als Web-Archiv. Beim Neustart von Tomcat (kann täglich per Batch in der Nacht erfolgen) werden Archive entpackt und die Tomcat Konfigurationsdateien automatisch angepasst.
Im Bezug auf XML Support ist Xerces eine gute Wahl. Man nimmt das Xerces Package einfach in den Classpath mit auf und schon hat man XML-Support integriert. Für XSLT-Support benutzt man konform zu Xerces das Xalan Package.
Die Installation und das Customizing von Tomcat ist sehr gut dokumentiert und insgesamt gesehen ist Tomcat eine runde Sache und gute Basis für JSP- bzw. Servlet-Anwendungen.
Übrigens, der Open Source Application Server JBoss (www.jboss.org) verwendet Tomcat. JBoss ist ein sehr stabiler und ausgereifter Application Server. Wer weiss wie man einen Deployment Deskriptor schreibt und das Build-Tool "ant" verwendet, sollte JBoss als kostengünstige Alternative zu WebLogic und WebSphere ansehen.
Resin ist von der Installation und dem Customizing her gesehen genauso einfach wie Tomcat zu verwenden. Auf der Resin Homepage findet man für viele Anwendungsfälle und unterschiedliche Konfigurationen ausgereifte technische Beschreibungen.
Die Installation von Web Applikationen wird manuell durchgeführt. Man entpackt deshalb die Web-Applikation (war-file) und passt die "resin.conf" (Konfigurationsdatei) mit einem Editor an.
Nachtrag: Resin unterstützt auch das automatische Deployment, dass eine gute Alternative zu dem manuellen entpacken einer Web-Applikation ist.
Resin bietet ein paar schöne Features im Bereich Load Balancing, das insgesamt sehr ausgereift zu sein scheint. Basis für das Load Balancing sind verteilte Sessions, die ähnlich wie bei Application Servern behandelt werden.
Für laufzeitkritische Web-Anwendungen ist das von Caucho entwickelte Caching-Modul für Resin interessant. Benchmarks findet man hinter dem Link --> http://www.caucho.com/articles/benchmark.xtp
Der integrierten XML-/XSL-Support ist ebenfalls sehr angenehm in der Entwicklungsphase. "Nice to have for Beginners" ist, dass JSP-Seiten mit JavaScript entwickelt werden können. Für JavaScript Programmierer stehen eine Reihe von gebrauchsfertigen Funktionen zur Verfügung.
Beachten sollte man noch die Lizenzgebühren die bei Resin für den professionellen Einsatz anfallen.
Internet-Links für weitere Infos:
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Tomcat --> http://jakarta.apache.org/tomcat/index.html
Resin --> http://www.caucho.com |
| Kommentare zu diesem Eintrag |
Re: Tomcat vs. Resin
BlacKFoX, 16.10.2002 11:49:00
<<Beide Servlet Engines haben kein graphisches Frontend für die Konfiguration und Administration. Anpassungen nimmt man per Editor in entsprechenden Konfigurationsdateien vor.>>
Ich denke mal, unter grafischem Frontend kann man das mittlerweile erschienene JWSDP (Java Web Services Developer Pack) von Sun einordnen. Download unter
http://java.sun.com/webservices/downloads/webservicespack.html
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Re: Tomcat vs. Resin
HeikoK, 17.10.2002 10:03:17
Vieleicht sollte man erwähnen das die Session-Persistenz vom Resin sehr ausgereift ist und zusammen mit dem automatischen Classloader gerade bei der Entwicklung enorm Zeit spart: Sobald sich Klassen (auch Beans, nicht nur Servlets!) geändert haben, wird die Session persistent gemacht, die Klassen geladen und die Session neu geladen. D.h. also das man sich nicht mehr wie blöde durch die Workflows klicken muss um an der Stelle weiter zu machen, wo der Fehler oder die Änderung vorgenommen wurde.
Auch sehr nützlich sind die integrierten Cron-Jobs, Resin führt zu bestimmten Zeiten automatisch Methoden aus.
Die Resin-eigene Authentifizierung lässt sich sehr einfach integrieren und auch customizen (Stichwort XMLAuthenticator).
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Re: Tomcat vs. Resin
Schluri, 18.11.2002 21:02:04
Addon: Inzwischen bietet Tomcat akaikr seit 4.1.12 ein (noch nicht sehr stabiles, aber man sieht wo es hingehen soll) grafisches Frontend für die Administration.
Grüße,
Schluri.
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Re: Tomcat vs. Resin
arittner, 09.02.2006 10:39:43
So wie ich den Artikel verstanden habe, läuft JBoss ausschließlich unter Tomcat? Oder bekommt man es auch auf Resin zum laufen?
Beste Grüße,
Josch.
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